» Der Chiemsee

Der Chiemsee, auch das "Bayerische Meer" genannt, ist nach Bodensee und Müritz der drittgrößte deutsche See, mit einer Fläche von ca. 82,5 qkm, einer größten Länge von 13 km und einer Uferlinie von ca. 65 km. Er entstand vor ca. 15.000 Jahren, ist als Überrest eines einstigen Gletschers anzusehen und liegt bei mittlerem Wasserstand ca. 518 m ü.N.N. Das Wasservolumen beträgt 2048 Millionen Kubikmeter.

Die größte Tiefe beträgt ca. 73,4 m, die mittlere Durchschnittstiefe liegt bei ca. 25,6 m. Die wichtigsten Zuflüsse sind die Tiroler Ache und die Prien, während bei Seebruck das Flüsschen Alz den See verlässt. Der Name Chiemsee ist von dem althochdeutschen Personennamen "Chiemo" (8. Jhd.) abzuleiten. Auf den drei aus dem See herausragenden Inseln, der Herren -, Frauen - und der Krautinsel fanden sich Spurenprähisstorischer Besiedlung.

Die Kelten und Römer siedelten am See, der wohl wegen seines Fischreichtums anlockte. Mit der Missionierung im 7. und 8. Jhd. trat dann der Chiemsee mit seinen Inseln in den engeren Blickwinkel der Geschichte. Bekannt ist er unter anderem durch das Kloster auf der Fraueninsel (Gründung 770 n.Chr.) und Schloss Herrenchiemsee auf der Herreninsel, das König Ludwig II. nach dem Vorbild von Versailles bauen ließ.

Bereits kurz nach dem mysteriösen Tod des Königs wurde das (nicht vollendete) Schloss zur Besichtigung durch die Bevölkerung freigegeben, was binnen kurzer Zeit einen bis heute anhaltenden Tourismus - Boom auslöste.

Quelle: Magazin Chiemsee PUR 2009/2010 - www.prepressmedia.de